Gemeinschaft

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen unterschiedlichen Alters, die sich entschieden haben, unser Leben Gott zu weihen. Konkret heißt das, dass wir auf eine eigene Familie und Besitz verzichten, um uns ganz dem Evangeliumg zu Verfügung zu stellen.

Wir haben uns für die evangelischen Räte "Ehelosigkeit", "Armut" und Gehorsam" entschieden, um für Gott immer mehr frei zu werden.

Wir leben an verschiedenen Orten in sogenannten "Konventen" (vom lateinischen "conventus" = Zusammenkunft) zusammen und gehen unserer jeweiligen Arbeit nach. Aus der Quellen des Gebetes, der täglichen Eucharistiefeier und der Gemeinschaft schöpfen wir dafür Kraft.


SanDamianoKreuz

Wir Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu gehören zum Regulierten Dritten Orden des heiligen Franziskus von Assisi. Wir haben ihr Leben nach dem Evangelium ausgerichtet als "Gehilfinnen Gottes". Das bedeutet für uns fortwährendes Gebet zu Jesus Christus zum Lobpreis des Vaters und gleichzeitig liebende Hinwendung zu den Brüdern und Schwestern der Menschheit. Damit handeln wir im Geist unseres Ordensvaters, der sagte: "Sie müssen sich freuen, wenn sie mit gewöhnlichen und verachteten Leuten verkehren, mit armen und Schwachen und Aussätzigen und Bettlern am Wege." Unser Mutterhaus des Ordens befindet sich in Gengenbach. Viele Niederlassungen im karitativen Bereich werden von uns betreut und zwar im Raum der Erzdiözese Freiburg, in der Schweiz, in Chile und Peru.




Franziskus und Jesus

In Monte Casale (Italien) entdeckte eine Mitschwester ein Gemälde, das die Spiritualität von uns Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu hervorragend darstellt: Franziskus lehnt sich an das Herz des Gekreuzigten und Auferstandenen. Jesus neigt sich über den knienden Franziskus, umfängt ihn mit seiner Rechten, zieht ihn an sich, an sein Herz. Das Herz gilt seit je her als das Zentrum im Menschen, das nur ihm gehört, wo seine Seele lebt, wo alles lebt, was ihm kostbar ist.

"Ich hab mein Herz an jemanden verloren", "mein Herz ist weit", "mir wird schwer ums Herz" - so sagen wir oft und meinen damit ein Empfinden, das wir ganz tief in unserem Innern fühlen.




Herz

Herzlich sein, ein Herz haben, beherzt sein, usw..., das Wort „Herz“ hat wohl einen recht eigenartigen Klang. Für uns Franziskanerinnen ist gerade dieses Bild eine spannende Herausforderung sich jeden Tag diesem Anspruch auszusetzen als :Unser Leben haben wir ausgerichtet nach dem Evangelium und unserem Vorbild dem Heiligen Franziskus. Das Schwestersein verwirklichen wir im Miteinander, Leben, Teilen in der Begegnung mit dem Wort Gottes, in Meditation, in Gebet und Dienst. Wir beten als Gemeinschaft im Auftrag der Kirche und sehen so unser Gebet als Verbundenheit mit den Nöten und Sorgen der Welt. Wir Schwestern beten auch in Ihrem Anliegen. Sie können sie uns hier mitteilen. Wir nehmen jede e-mail ernst und behandeln sie mit absoluter Diskretion.


Wir leben in kleineren und größeren Hausgemeinschaften (Kommunitäten) zusammen. Das gemeinsame Leben ist wesentlicher Ausdruck unseres Ordenslebens. Wenn viele ihr Können, ihr Wissen, ihre Erfahrungen nicht zum Auffüllen des eigenen Kontos benützen, nicht mitmachen bei dem weltauslaugendem Konsum, sondern es für andere einsetzen, dann bildet sich echt alternativer Lebensstil. Franziskus, an dessen Lebensregel wir uns orientieren, hat dies in seinem Leben bewiesen.