Geschichte unserer Gemeinschaft

Der Anfang der Kongregation liegt in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Pfarrer Wilhelm Berger (1834-1901) führte in Seelbach im Schuttertal bei Lahr/Baden junge Frauen zu einer religiösen Gemeinschaft zusammen, die ihre Arbeit und ihr Können den Notleidenden zur Verfügung stellten.

Am 2. Juli 1866 begannen sie ihr gemeinsames Leben auf dem Lenzlisbauernhof in Seelbach-Wittelbach (Bild rechts). Von dort aus, später vom Trettenhof im selben Tal besuchten sie die Armen und Kranken in der näheren Umgebung. 1876 wurde der inzwischen auf 59 Schwestern angewachsenen Gemeinschaft die staatliche Anerkennung als Ordensgemeinschaft verweigert, und der Aufenthalt auf dem Trettenhof wurde ihnen verboten. 27 Schwestern wanderten nach Nordamerika aus und begründeten dort im Staate Illinois die Kongregation vom Heiligen Herzen. Die in der Heimat verbliebenen Schwestern fanden im Gengenbacher Spital einen neuen Wirkungsort und Wohnung.

W.Berger

Lenzlishof

Hier in Gengenbach entwickelte sich die junge Ordensgemeinschaft rasch.

1886 konnte das frühere Bahnhofsrestaurant erworben werden und wurde zum Schwesternwohnhaus mit Paramentenanstalt, obwohl die staatliche Anerkennung erst 1892 ausgesprochen wurde. Zuvor 1891 hatte Papst Leo Xlll die Gemeinschaft kirchlich approbiert und dem Erzbischof von Freiburg unterstellt. Beim ersten Generalkapitel zählte der Orden bereits 304 Schwestern.

Mutterhauskirche

 

Pfarrer Berger, der sein Lebenswerk gesichert sah, trat nun von der Leitung der Gemeinschaft zurück und wirkte nur noch als Pfarrer von Prinzbach. Dieses Amt hatte er bereits neben seiner Tätigkeit als Leiter der Gemeinschaft inne. Doch verfolgte er, bescheiden und selbstlos, mit tiefer innerer Anteilnahme das Wachstum der aufblühenden Ordensgemeinschaft, die beim Tod des Gründers im Jahre 1901 in 171 Niederlassungen bereits 678 Mitglieder zählte. 1904 wurde die Gemeinschaft dem Franziskanerorden angegliedert und damit die Spiritualität des heiligen Franziskus von Assisi als die zentrale geistliche Ausrichtung der Schwestern bestätigt.

Viele Aufgaben stellten sich der Kongregation in den folgenden Jahrzehnten.: Kindergärten und Haushaltungsschulen, Krankenhäuser und Gemeindekrankenpflege. Und 1936 wurden die ersten Missionarinnen nach Chile ausgesandt. In Stadt und Land wirken dort bis heute Gengenbacher Franziskanerinnen und geben mit ihrer franziskanischen Lebensform ein Zeugnis von der Frohbotschaft Jesu Christi für diese Welt. Text aus der Broschüre "Die Mutterhauskirche der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu, Gengenbach"

Wenn Sie mehr über die Geschichte unserer Kongregation wissen möchten, fragen Sie im Mutterhaus nach der Denkschrift "Hundert Jahre Gengenbacher Schwestern".