Jahresprogramm 2017


Der Trailer zum Film

 

 

HERZLICH WILLKOMMEN 

  BEI DEN GENGENBACHER FRANZISKANERINNEN

 


 

 

„Der bunte Schöpfungsgarten von Sr. M. Sabina Möller“

 

Wir spenden Erlös an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft

In ihrem Zimmer kann sie sich nur noch in einem ganz kleinen Radius bewegen, ihre Phantasie und Zeichenkunst hingegen kennt keine Grenzen. Schwester M. Sabina Möller, Franziskanerin in Gengenbach, leidet seit 38 Jahren an Multipler Sklerose und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Ihr ganzes Leben lang war die ausgebildete Zeichen- und Werklehrerin künstlerisch tätig und lässt sich bis heute durch ihre fortschreitende Erkrankung nicht demotivieren. Unermüdlich ist sie künstlerisch tätig.

Tiere und Pflanzen sind dabei ihre Hauptmotive. Auch unsere Generaloberin Schwester M. Michaela Bertsch war schon immer begeistert von Schwester Sabinas ausdrucksstarken Bild- und Farbkompositionen. „Die Idee, die kleinen Kunstwerke einer großen Öffentlichkeit in Form eines Wandkalenders zugänglich zu machen, hat mich sofort überzeugt.“ erinnert sich die Generaloberin.
Und nun liegt er druckfrisch vor „Der bunte Schöpfungsgarten 2018 von Schwester M. Sabina Möller“, ein Wandkalender im Format DIN A 3 mit 13 ausgewählten farbenfrohen Zeichnungen, der ab kommenden Montag (4.9.) in unserem Klosterladen für 9,95 € erhältlich ist. „Besonders wichtig ist uns bei diesem Projekt auch die Unterstützung der Forschungsarbeit zu Multipler Sklerose, einer nach wie vor nicht heilbaren Krankheit. Deshalb spenden wir 4,50  € für jeden verkauften Kalender an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft.“ erklärt Schwester Michaela einen wichtigen Beweggrund zur Umsetzung des Kalenderprojektes.
Und da es bereits vor Erscheinen des Wandkalenders so viele positive Rückmeldungen zu Schwester Sabinas Kunstwerken gab, arbeitet sie schon an einem neuen Projekt. Im November wird sie ihr erstes Kinderbuch „Weihnachten mit dem heiligen Franziskus. Wie die erste lebendige Krippe entstand.“ vorlegen. Pressesprecherin Gabriele Rubner verrät: „Wir erarbeiten gerade eine Ausstellung mit Schwester Sabinas Originalzeichnungen und ihren Objekten aus Ton, die in der Adventszeit in unserer Begegnungsstätte zu sehen sein wird.“
 

 
Schwester M. Sabina Möller
wurde am 23.10.1951 in Stuttgart geboren. Mit ihren 8 Geschwistern wächst sie in Kehl am Rhein auf. Um seiner großen Familien einen Ort in der Natur bieten zu können, baut ihr Vater im Renchtal bei Oppenau ein Ferienhaus. Hier verbringt Schwester Sabina in ihrer Kindheit viele unbeschwerte Wochenenden und Ferientage im Kreis ihrer Geschwister.

Bereits im Alter von 14 Jahren beginnt sie eine  Ausbildung an der Haushaltungsschule der Franziskanerinnen in Gengenbach und wohnt im Internat in Haus St. Anna. Gleich im Anschluss wird sie zur Erzieherin an der Fachschule für Sozialpädagogik Gengenbach ausgebildet.

1971 führt sie ihr Weg ins bayerische Ingolstadt, wo sie eine Einrichtung für Spastiker mit aufbaut, bevor sie  1972 in den Orden der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu in Gengenbach eintritt.
Ihr großer Wunsch als Zeichen- und Werklehrerin zu arbeiten erfüllt sich 1975 mit einer einjährigen Ausbildung in München. Von 1976 bis 1979 unterrichtet sie Werken im Seminar  und in der Haushaltungsschule St. Anna.
1979 kommt der einschneidende Wendepunkt: Schwester Sabina erkrankt an Multipler Sklerose. Um sich von den ersten Auswirkungen der Krankheit zu erholen, beginnt sie in den Kunst- und Paramentenwerkstätten im Mutterhaus der Franziskanerinnen eine Stickausbildung und bemalt Holzgegenstände nach eigenen Entwürfen.

1981 legt sie die „Ewige Profess“ ab und wird an die Fachschule für Sozialpädagogik Sancta Maria nach Bruchsal berufen, wo sie Werken, Puppenspiel, Festgestaltung und Zeichnen unterrichtet.
Ihre fortschreitende MS Erkrankung beeinträchtigt sie im Laufe der Jahre zunehmend, so dass sie 2002 ins Mutterhaus der Franziskanerinnen nach Gengenbach zurückkehrt. Dort lebt sie in der Pflegestation, hilft in der Waschküche und ist unermüdlich künstlerisch tätig. Tiere und Pflanzen sind dabei ihre Hauptmotive. „Meine besondere Verbundenheit mit der Natur wurde durch die Aufenthalte als Kind in unserem Ferienhaus im Renchtal geprägt. Tiere und Blumen sind für mich  einfach Wunderwerke der Natur.“ so Schwester Sabina über ihre farbenfrohe Zeichenkunst.

 
Multiple Sklerose (MS)
ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasst und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Die genauen Ursachen der Krankheit sind trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt.  Verlauf, Beschwerdebild und Therapieerfolg sind von Patient zu Patient so unterschiedlich, dass sich allgemeingültige Aussagen nur bedingt machen lassen. Aus diesem Grund ist MS auch als "Krankheit mit den 1000 Gesichtern" bekannt. Die typischen Symptome multipler Sklerose sind Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Schmerzen, Sprechstörungen, chronische Ermüdung und Lähmungserscheinungen der Extremitäten. Die Krankheit tritt häufig schubweise auf. Multiple Sklerose ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft unterstützt seit mehr als 60 Jahren Menschen mit MS und deren Familien. Sie setzt sich für die Erforschung der Krankheit ein und qualifiziert durch berufsbegleitende Fortbildungen medizinisches Fachpersonal.

Nähere Informationen: www.dmsg.de