Ist das Fest Fronleichnam eine katholische Demo?

geschrieben von Sr. M. Gertraud Beha

Man könnte es fast so nennen – wir Katholiken gehen auf die Straße und bekennen uns zu unserem Glauben!

Fronleichnam ist ein Hochfest der katholischen Christen. Das Fest steht im Zusammenhang mit dem letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern kurz vor seiner Kreuzigung abhielt. Während des Mahls übergab er seinen Anhängern den lebendigen Leib des Herrn in Form von Brot und Wein. Das Fest Fronleichnam feiern wir Katholiken mit festlichen Umzügen und Prozessionen. Wir feiern, dass mit dem Brot und dem Wein Jesus wirklich bei uns ist.

Das Fest selbst geht auf das Jahr 1209 zurück. Damals hatte die Augustiner-Nonne Juliana von Lüttich eine Vision. Christus offenbarte ihr demnach eine Mondscheibe, auf der ein dunkler Fleck zu sehen war. Die Mondscheibe sollte das Kirchenjahr darstellen und der Fleck symbolisierte ein fehlendes Fest zu Ehren des Abendmahls. Das Bistum Lüttich führte daraufhin das Fest im Jahr 1246 ein. 1264 wurde es von Papst Urban IV. zum allgemeinen kirchlichen Fest erklärt.

Fronleichnam hat nichts mit „Froh“ zu tun. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen. Darin stecken „fron“ und „lichnam“. Das bedeutet „Herr“ und „Leib“. Fronleichnam meint so viel wie das "Fest des Leibes Christi".

In diesem Jahr können wir leider keine Prozession / keine Demo veranstalten, da uns „Corona“ noch immer bedrängt.


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Der ganze Mensch erschauere,
die ganze Welt erbebe,
und der Himmel juble,
wenn auf dem Altar
in der Hand des Priesters
Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist.
O erhabene Demut!
O demütige Erhabenheit, dass der Herr des Alls,
Gott und Gottes Sohn,
sich so erniedrigt, dass er sich zu unserem Heil
unter der anspruchslosen Gestalt des Brotes verbirgt.

(Aus den eucharistischen Gedanken des Heiligen Franziskus: Brief an den gesamten Orden der Minderbrüder)

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