Rückblick auf unsere Besinnungstage in der Fastenzeit 2021

von Schwester M. Veronika Stein

Die Heilige Schrift und die Enzyklika „Fratelli Tutti“ von Papst Franziskus war unser Thema in der zurückliegenden Fastenzeit.

Wir Schwestern haben uns in den 40 Tagen der vorösterlichen Zeit intensiv allein und im Austausch untereinander mit den acht Inhalten der Enzyklika beschäftigt. Persönlich habe ich immer wieder ausgehend von Schrifttexten auch ganz konkret nach Beziehungspunkten in „Fratelli Tutti“ gesucht.

Bewusst haben wir uns als Gemeinschaft auf den Weg der Enzyklika begeben. Dazu sind wir an fünf Samstagen als Mutterhausgemeinschaft zusammengekommen, um jeweils von einem Kapitel zentrale Impulse zu betrachten. Dies war für uns alle eine gute und bereichernde Erfahrung. Unsere jungen Schwestern haben nach jedem Treffen einen kleinen Film auf Facebook gepostet. Der sehr ansprechend und lebendig gestaltete kurze Videoclip der Deutschen Bischofskonferenz zu „Fratelli tutti“, den wir uns einstimmend wiederholt angeschaut haben, hat uns mit seinen eindrücklichen Bildern einen guten Überblick gegeben.

Mein Eindruck ist, dass durch diese Besinnungstage der Blick für unser Anliegen, unsere Verantwortlichkeit und die Geschwisterlichkeit weltweit bestärkt wurde. Franz von Assisi hat dies alles gelebt und in seinen Gedanken wollen auch wir leben und wirken. Seine Überzeugungen sind heute genauso aktuell wie vor 800 Jahren: seine Sorge um die Schöpfung (Umweltschutz), sein Eintreten für den Frieden und den interreligiösen Dialog, sein Bemühen um die Bedürftigen, seine Abwendung vom Streben nach materiellen Werten und sein Bekenntnis zur geschwisterlichen Liebe. Sehr wesentlich und prägend war für Franziskus seine Reise nach Ägypten im Jahr 1219 zu Sultan Malik-al-Kamil. Die beiden begegneten sich in gegenseitiger Achtung, Offenheit und sie lernten voneinander.

Auch Papst Franziskus ist der interreligiöse Dialog ein wichtiges Anliegen. 2019 traf er sich mit dem Großimam Ahmad Al-Tayyeb in Abu Dhabi. Gemeinsam erarbeitet und unterzeichneten sie eine Erklärung, die den Wunsch beider Religionen betonte, gemeinsam den weltweiten Frieden zu fördern, Glaubens- und Meinungsfreiheit zu respektieren und die Bürgerrechte im Sinne einer Gleichberechtigung aller Menschen zu verteidigen.

Inspiriert von dem Heiligen aus Assisi schrieb Papst Franziskus sein apostolisches Schreiben „Fratelli Tutti“. Während er dies verfasste, brach unerwartet die Covid-19-Pandemie aus. Er bemerkt dazu in seiner Einführung, wie klar die Seuche eine Unfähigkeit hinsichtlich eines gemeinsamen, geschwisterlichen Handelns zum Vorschein brachte. Trotz Vernetzung ist eine Zersplitterung und eine Abschottung eingetreten. Er ruft uns auf: „Träumen wir als eine einzige Menschheit, als Weggefährten vom gleichen menschlichen Fleisch, als Kinder der gleichen Erde, die uns alle beherbergt, jeder mit dem Reichtum seines Glaubens oder seiner Überzeugung, jeder mit seiner eigenen Stimme, alles Geschwister.“

Mögen wir trotz aller Einschränkungen die Hoffnung nicht verlieren und aus dem Reichtum des Glaubens schöpfen– nach Karfreitag kommt die Auferstehung!

Wir Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu wünschen allen Menschen, dass die gnadenreiche Zeit, die wir in der zurückliegenden Fastenzeit erleben durften, in der österlichen Freude, in der wir die Auferstehung feiern, weiterlebt.



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Unser Kloster ist die Welt

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Rundgang mit Sr. M. Roswitha durch das Paramentenmuseum


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Für Gott ist das Kostbarste gerade gut genug

Über die Arbeit in den Paramenten-Kunstwerkstätten.


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Ausverkauf im Kloster

Nach 121 Jahren geht die Ära der Franziskanerinnen im badischen Heiligenzell zu Ende.


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Wer sind wir?

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen unterschiedlichen Alters, die sich entschieden haben, unser Leben Gott zu weihen.

Wo wirken wir?

Wir Franziskanerinnen sind an verschiedenen Orten in der Erzdiözese Freiburg, in Würzburg und in der Schweiz tätig.

Wie helfen wir?

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IMPRESSIONEN

 
 

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