Die Bergle-Wallfahrt

Im Oktober 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, initiierte Superior Geistlicher Rat Schuh mit Zustimmung der Kongregation erstmals eine Bittwallfahrt zur Schmerzensmutter in der Bergle-Kapelle oberhalb von Gengenbach. Die Kapelle, 1289 erbaut und dem Apostel Jakobus geweiht, war schon früher Ziel von Wallfahrten und galt als Ort besonderer Gebetserhörungen.

Von da an pilgerten die Schwestern des Mutterhauses jeden Freitag dorthin, um an der Passion Christi zu gedenken und die Messe zu feiern. Im Oktober des Jahres 1942 setzte sich Herr Superior Schuh mit Herrn Stadtpfarrer – dem die Kapelle untersteht - in Verbindung. Er wurde von dem Gedanken angetrieben: die Schmerzensmutter mehr zum Mittelpunkt der Wallfahrt zu machen, um von ihr den Schutz für die Stadt Gengenbach und für unser Mutterhaus zu erbitten. Herr Stadtpfarrer hatte nichts dagegen, wenn alles vom Kloster aus besorgt und getragen wird. Daraufhin wurde das Altarbild der Muttergottes mit dem Jesuskind mit einem Behang verdeckt und die kleine Pieta rückte in den Mittelpunkt der Kapelle. Jeden Freitagmorgen fanden Gemeinschaftsmessen mit bis zu 60 Teilnehmenden statt. Zudem beteten täglich zwei Schwestern um 13 Uhr dort den Rosenkranz, oft begleitet von Gläubigen aus der Stadt. Ziel war es, den Schutz der Schmerzensmutter für Gengenbach und das Mutterhaus zu erbitten und Frieden auf die Welt zu bringen.

Im Dezember 1944, als fast täglich feindliche Jagdflieger die Bahnlinie und den Gengenbacher Bahnhof angriffen und damit auch das nahegelegene Mutterhaus bedrohten, legte die Kongregation ein Kriegsversprechen ab: Solange die Franziskanerinnen in Gengenbach ansässig seien, werde jedes Jahr zum Fest der Schmerzhaften Muttergottes oder in dessen Oktav ein feierlicher Gottesdienst auf dem Bergle stattfinden.

Nach Kriegsende, am 15. September 1945, fand bei strömendem Regen und Glockengeläut die erste Dankprozession statt – vom Mutterhaus zur Kapelle, begleitet von vielen Bürgern.

Und auch später wurde diese Tradition weiter gepflegt: Wie alljährlich fand auch am 15. September 1961 die Schwesternprozession statt vom Bahnhof über die Gartenstraße mit dem Ziel zur Bergle-Kapelle. Beim Überqueren der Bundesstraße meldete sich ein Beamter der Polizeistation Gengenbach beim Superior Holzapfel: „Diese Prozession hätte angemeldet werden müssen wegen Überquerung der Bundesstraße…“

Achtung! Geänderte Uhrzeit

Montag, 15. September 2025
18 Uhr Vesper in der Jakobuskapelle

Impressionen Bergle-Wallfahrt 2024

 

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