Der Gottesdienst als Lebens- und Glaubensquelle

Glauben heißt: der Gegenwart Gottes ganz und gar vertrauen.
Beten heißt: ganz in die Gegenwart Gottes eintreten.
Gottesdienst heißt: mich verwandeln lassen.

„Gott ist uns so nahe.“ Aber wie spüren, wie erleben wir das in unserem Alltag? In der Feier des Gottesdienstes können wir in vielfältiger Weise Gott begegnen, seinem Wort, seinen Verheißungen für ein gelingendes Leben, seinem Erbarmen, seiner Kraft. In jedem Element, im ganzen Ablauf der Feier, ob in den Lesungen oder im Gesang, in den unterschiedlichen Haltungen, ob im Wort oder in der Stille – wir können ihn spüren.

Aktuell können viele Menschen auf Grund der Corona-Pandemie den Gottesdiensten nicht in Gemeinschaft beiwohnen. Deshalb wollen wir hier zukünftig den Fragen nachgehen: Was feiern wir eigentlich im Gottesdienst und wie feiern wir das? Was bedeuten denn die einzelnen Elemente, die verschiedenen Haltungen? Worum geht es?

In solchen Fragen brechen Sichtweisen und Fragen des Glaubens auf, werden neu gestellt und geben Impulse, unser (alltägliches) Leben als Christen zu erneuern und zu vertiefen. Durch solche Auseinandersetzungen kann unser Beten wieder neu Quelle werden, Gott nahe zu sein.

Zu Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi

„O Demut Gottes, wahre Größe: ganz klein zu werden – ein Stückchen Brot“

Pfingsten

An Pfingsten vollendet sich der Österliche Festkreis. 50 Tage lang feiert die Kirche Ostern, Auferstehung, Überwindung des Todes, neues, lichtvolles Leben, das niemals mehr endet.

Christi Himmelfahrt

Ein merkwürdiges Fest. – Wir haben Ostern gefeiert, voller Freude und Jubel und 40 Tage später nun dieses Fest, das seit dem 4. Jhd. gefeiert wird.

Texte und Impulse von: Sabine Müller, Dipl. Theol.

Sabine Müller ist als Assistentin der Ordensleitung im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Gengenbach tätig. Die Diplomtheologin (Studium in Freiburg) und Kirchenmusikerin leitet u.a. die Exerzitien für die Schwestern, plant und gestaltet Gottesdienste und ist auch für deren kirchenmusikalische Umrahmung verantwortlich. Sie ist seit vielen Jahren als Organistin und Chorleiterin tätig.