Von Sternsingern und Rauhnächten

Die ganz besondere Zeit zwischen den Jahren

Die sogenannten Rauhnächte beginnen am Abend des 25. Dezember und dauern bis 6. Januar. Es handelt sich also um die letzten sechs Nächte im alten und die ersten sechs Nächte im neuen Jahr. Aberglaube und uraltes Brauchtum ranken sich um diese 12 Nächte.

Allgemein verbreitet war der Gedanke, dass die den Nächten folgenden 12 Tage das Wetter der kommenden 12 Monate anzeigen, wobei jeder Tag für einen Monat des kommenden Jahres steht. In den vier wichtigsten Rauhnächten, der Thomasnacht, der Heiligen Nacht, der Silvesternacht und der Nacht zum Dreikönigstag, wurde das Haus mit Weihrauch ausgeräuchert. Die letzte Nacht vom 5. auf den 6. Januar galt im Alpenraum als „Perchtenabend“. Der Tag wurde mit Maskenumzügen begangen, Felder wurden mit Weihwasser besprengt, damit sie fruchtbar und ertragreich sind. Dem lärmenden Perchtentreiben setzte das Christentum im Mittelalter die Umzüge der Sternsinger entgegen.

Als Sternsinger bezeichnet man eine Gruppe von Kinder, von denen drei als die Heiligen Drei Könige verkleidet sind. Sternsingergruppen ziehen in der Zeit von Weihnachten bis zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar durch die Gemeinde, sammeln Geld für wohltätige Zwecke, singen traditionelle Lieder und schreiben an die Türen von Häusern und Wohnungen den Sternsingersegen "C+M+B" - Christus mansionem benedicat, Christus schütze dieses Haus. Der Brauch des Sternsingens ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar und wird auch als Dreikönigssingen bezeichnet.


Eines der klassischen Sternsingerlieder:

Wir kommen daher aus dem Morgenland

Wir kommen daher aus dem Morgenland,
wir kommen geführt von Gottes Hand.
Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr:
Kaspar, Melchior und Balthasar.

Es führt uns der Stern zur Krippe hin,
wir grüßen dich Jesus mit frommem Sinn.
Wir bringen dir unsre Gaben dar:
Weihrauch, Myrrhe und Gold fürwahr.

Wir bitten dich segne nun dieses Haus,
und alle die gehen da ein und aus.
Verleihe ihnen zu dieser Zeit:
Frohsinn, Friede und Einigkeit.



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